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Zotthof in Bad Hofgastein
Zotthof im Jahre 1569
Österreichischer Hof in Bad Hofgastein
Österreichischer Hof
       Zotthof / Österreichischer Hof (1)

Der Zotthof, heute „Österreichischer Hof“ war das Stammhaus der Gewerkenfamilie Zott. Er hatte 3 Stockwerke, Bogengänge, Türme und Erker und eine großen gewölbten Saal. LINK

Viele Entscheidungen wurden in diesem Haus gefallen, wahrscheinlich auch der Bau der Fürstenstraße von Wildbad (heute Bad Gastein) nach Hofgastein.

Skizze: Hofgastein nach der großen Überschwemmung im Jahre 1569 aus dem Salzburger Museum

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Zotthof_Hofgastein_Österreichischer_Hof.

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      Palais Norica / Geschichtsschreibung des Martin Zott

Der Tag und der Ort, der alles änderte – Hotel Norica Therme Bad Hofgastein

Martin Zott, der „Spin Doktor“ des Bauernkrieges 1525 und Organisator der Belagerung der Burg Hohensalzburg in Salzburg, war der Auslöser der „Stierwascher Legende“.

Es erfolgte hier das Schussattentat auf Martin Zott und Martin Strasser am 18. März 1526. Beide standen am offenen Fenster im ersten Stock des Palais Norica (früher Hotel Moser).

Hotel Norica in Bad Hofgastein

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Zott Kapelle in Bad Hofgastein
Epitapien der Gewerken Zott in einer Außenkapelle der Pfarrkirche Hofgastein

Einer der schönsten Grabsteine ist von Martin Zott. Inschriften: "Hie ligt begraben der Edl und Vest Martin Zot Pergwerks Gewerkh zu Gastein und Rauris, welcher saliglich verschieden ist den 18. tag Juni A 1554. Got welle seiner Seel ain Barmhertzige und saluge froliche Urstend verleihen".

Stein - "In Frid bin ich dahingefahren - Den meine Augen gesehen haben. - Dein Heilant Herr von dir berait - zum liecht der ganzen Christengait - Indes Reug (indessen Ruhe) ich in dieser grufft - Bis auf meines Herren widerkuft, Lucas am zweiten (Kapitel) 29".

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Goldwaschen im Gasteinertal

Unweit des Gasteiner Heilstollen (2,5 Kilometer geht es mit dem Zug hinein in den Radhausberg bei Böckstein zum natürlichen Radonstollen) liegt einer der Goldwaschplätze (bei der EvianQuelle) im Gasteinertal. Ein weiterer Goldwaschplatz liegt am Weg der Goldtransporte vom Angertal rund um den Bockhard (Bockhardsee) nach Hofgastein zu den Erzschmelzen.

Silbernugget Silberberg Schwaz
Goldnugget
Goldwaschen Angertal - Gasteinertal
Knappenhaus Bockhardsee - Gastein
Gold- und Silberabbau der Zott

Ein Schrifttum erwähnt einen Stollen / Grube des 16. Jahrhunderts im „Ochsenstall“ der am Südufer des oberen Bockhartsees auf 2345m lag. (Bild Berghausgruppe südlich des Oberen Bockhartsees. Im Vordergrund: Schneekragen und Knappenhaus, im Hintergrund: Schmiedehaus des 16. Jahrhunderts.)

Der Gewerke Niklas Zott (Bruder des Johann Zott – Salzmaier in Hall in Tirol sowie des Christoph Zott dem älteren der in Rauris im Zottenschlössl wohnte) baute vermutlich in dieser Grube Gold- und Silbererze ab. Proben von noch anstehenden Golderzen erbrachten den Nachweis von Glaserz. Bei diesem Erz liegt das Verhältnis von Gold zu Silber bei 1:6. 

Auszug aus „Archäologische Untersuchungen zur spätmittelalterlichen Goldund Silbergewinnung in der Gastein“ von Andreas Lippert und Claudia Theune

Hauptschmelzzentrum der Zott in Lafen

Das Hauptschmelzzentrum der Zott befand sich in Lafen, am Beginn des Angertales (Heute befinden sich im Angertal das Skizentrum / Skischaukel mit der Angertalbahn auf den Stubnerkogel bzw. die Kaserebenbahn um auch auf die Schlossalm zur Schlossalmbahn zu gelangen sowie dem Goldwaschplatz Angertal). Die Knappenwelt Angertal zeigt Einblicke in die spätmittelalterliche Gold- und Silberschürfzeit.  „Knappenwelt Angertal"

Knappenwelt Angertal - Gastein
Nach den Fugger aus Augsburg kamen die Zott

Eine Hütte könnte mit einer Urbarseintragung von 1506 in Zusammenhang stehen, die Rechte pro uno molino auf der Laven garantierte. Genau dort hatten später die Zott ihre Schmelzhütte, eben jene Zott, die in vielen Fällen die besitzrechtlichen Nachfolger der Fugger geworden sind. Auszug aus „Ein spätmittelalterlicher Doppelschmelzofen im Hinteren Angertal, Bad Hofgastein"

Sage - Margarethas Goldschatz (Tochter des Hans Zott) und Frau des Hans Maier.

Es geht in der Gastein vielfach die Sage, daß aus den alten Bergbauzeiten her gar mancher reiche Schatz vergraben und versetzt (verzaubert) sei, der noch gefunden und gehoben werden könne, wenn nur der rechte Finder käme.

Einen andern überreichen Schatz, bestehend in einem gold- und silberreichen Stollen, besaß Hans Maier, dessen Frau, Margaretha, die Tochter eines wohlhabenden Gewerken, Hans Zott, war. Im Jahr 1637 wurde Frau Maierin gezwungen, wegen Unterschied ihres Glaubensbekenntnisses, ihren Mann zu verlassen und auszuwandern. Da sie sehr an ihrem Manne hing, so ging sie heimlich über das Gebirge zurück, um ihn noch einmal zu sehen; allein sie ward verrathen, ergriffen, in langer harter Haft gehalten und dann auf immer verbannt. Da versetzte sie den Schatz, der auf der Erzwiese stand, mit Quadersteinen, und machte, daß er nimmermehr gefunden werden konnte. Durch Jahrhunderte ist von Bergleuten und Beamten der Schatz der Frau Maierin gesucht, aber bis dato noch nicht aufgefunden worden.

Goldmine
Sage - Margarethas Goldschatz in einer anderen Fassung

Der verzauberte Stollen

Der Gewerke Hans Maier, der noch einen besonders wertvollen Stollen besaß, hatte eine Tochter des altangesehenen Gewerken Zott zur Frau. Aber Frau Margarete war evangelisch, während ihr Gatte katholisch geblieben war. So stand die Frau vor der Entscheidung, ihrem Glauben abzuschwören oder Mann und Kinder zu verlassen. Schweren Herzens zog die Frau in die Verbannung, doch der Schmerz der Trennung drückte ihr fast das Herz ab, so daß sie eines Tages plötzlich und ganz geheim zurückkehrte, um Kinder und Gatten zu sehen. Aber wachsame Späher hatten sie verraten, erbarmungslos von ihren Lieben hinweggerissen und lange in harter Kerkerhaft gehalten, endlich für immer des Landes verwiesen. Schweigend, mit starren Augen verläßt sie den Kerker und erfahrt, daß ihr selbst ein letzter Abschied von den Ihren verwehrt ist.

Da faßt sie den Entschluß, mit den Knappen, die mit ihr in die Verbannung gehen, die reichen Silberadern im Angertale zu verschütten und zu verzaubern; dazu legte sie in den Schacht drei Eier und eine Gans aus Eisen und ein hartes Brett aus Lärchenholz, auf daß solange den Eingang niemand finde, bis Holz und Eisen zu Staub zerfallen wären. Dann wurde der Schacht vermauert und mit Schutt bis zur Unkenntlichkeit bedeckt.

Dann ging sie ins Elend, in die Verbannung.

Den Stollen wollte schon mancher suchen, aber vergeblich.

Quelle: Karl D. Wagner, Gasteiner Sagen, Bad Gastein 1926, S. 109 f, zit. nach Leander Petzold, Sagen aus Salzburg, München 1993, S. 212.

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